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Human Centered Design für digitale Produkte

Human Centered Design HCD

Human Centered Design für digitale Produkte und interaktive Systeme

Warum digitale Produkte dank Human Centered Design benutzerfreundlicher werden

Human Centered Design HCD

Ein digitales Produkt oder interaktives System, das die Anforderungen und Bedürfnisse der Menschen erfüllt, bietet wesentliche ökonomische und soziale Vorteile – sowohl für die Benutzenden wie auch für Arbeitgeber und Anbieter. Erhöhung der Produktivität, Steigerung der Wirtschaftlichkeit und zufriedenen Kunden. Tönt das gut? Das zu erreichen ist keine Zauberei, sondern ein Teil von konsequentem Human Centered Design.

Was ist Human Centered Design?

Human Centered Design ist ein Designansatz und eine Gestaltungshaltung, um attraktive digitale Produkte und interaktive Systeme zu gestalten und entwickeln. Die menschenzentrierte Gestaltung stellt während des gesamten Designprozess die Menschen ins Zentrum. In der Praxis bedeutet dies, dass nicht nur zukünftige Benutzerinnen und Benutzer in den Entwicklungsprozess integriert werden, sondern auch alle relevanten Stakeholder wie z.B. Marketing, Vertrieb und Geschäftsleitung. Dadurch wird das Risiko minimiert, dass das Endprodukt nicht akzeptiert wird.

Das Grundprinzip von Human Centered Design ist, basierend auf Daten und Beobachtungen, die wahren Bedürfnisse der Menschen zu erkennen und daraus digitale Produkte oder interaktive Systeme zu entwickeln, die den Benutzenden helfen, ihre Aufgaben effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erledigen.

Normierter Prozess für tiefes Nutzerverständnis

Wie die Integration von Human Centered Design in bestehende Prozesse gelingt und was beachtet werden muss wird ausführlich in der Norm «Ergonomie der Mensch-System-Interaktion – Teil 210: Prozess zur Gestaltung gebrauchstauglicher interaktiver Systeme (ISO 9241-210:2010); Deutsche Fassung EN ISO 9241-210:2010» beschrieben.

Im menschenzentrierten Gestaltungs-Prozess werden vier miteinander verbundene Gestaltungs-Aktivitäten unterschieden. In der DIN 9241-210 Norm heissen die einzelnen Aktivitäten:

  • Verstehen und Beschreiben des Nutzungskontexts
  • Spezifizieren der Nutzungsanforderungen
  • Entwerfen der Gestaltungslösungen
  • Testen und Bewerten der Gestaltung

Oberflächlich betrachtet unterscheiden sich die menschenzentrierten Gestaltungsaktivitäten nicht markant von den allgemeinen Arbeitsphasen in der Gestaltung. Erst die detailliertere Auseinandersetzung zeigt den Mehrwert von Human Centered Design.

Die frühen Rückmeldungen der Benutzerinnen und Benutzer durch die Bewertung grober Prototypen ermöglichen ein tiefes Verständnis der Bedürfnisse und Anforderungen.

Diese laufenden Erkenntnisse helfen aus einem ersten Gestaltungskonzept ein digitales Produkt oder interaktives System zu entwickeln, das die Menschen gerne nutzen. Damit Human Centered Design in der Praxis funktioniert, gilt es, folgende Prinzipien zu beherzigen.

Prinzipien der menschenzentrierten Gestaltung

Diese Prinzipien bilden den Mindset für erfolgreiches Human Centered Design.

Human Centered Design

  • ist emphatisch und basiert auf einem umfassenden Verständnis der Benutzenden, deren Arbeitsaufgaben und ihrem Arbeitsumfeld
  • ist iterativ und bezieht während des gesamten Prozesses die Menschen mit ein
  • ist kollaborativ und interdisziplinär, d.h. es sind fächerübergreifende Kenntnisse und Perspektiven vertreten
  • ist experimentell und verfeinert die Gestaltungslösung fortlaufend auf Basis benutzerzentrierter Evaluierung und Rückmeldungen
  • ist optimistisch und stärkt den Glauben, dass etwas positiv verändert werden kann, egal wie gross die Herausforderung, wie kurz die Zeit oder wie knapp das Budget ist

Die Implementierung von Human Centered Design in einer Organisation braucht Zeit und Menschen, die sich dem Thema aus vollster Überzeugung annehmen. Im Buch «Oops! Innovation ist kein Zufall» beschreibt Christina Taylor, wie die Swisscom Human Centered Design in der Organisation integriert hat.

Human Centered Design ist keine Modeerscheinung oder etwas, dass sich nur Konzerne leisten können, sondern ein Werkzeug zur Gestaltung relevanter und sinnstiftender Produkte und Services für Menschen. Hier eine nicht abschliessende Auflistung von Vorteilen, die sich aus der menschenzentrierten Gestaltung für unterschiedliche Anspruchsgruppen ergibt.

Die Vorteile der menschenzentrierten Gestaltung

Vorteile für Benutzerinnen und Benutzer

  • Vermeidung von Stress
  • Gesteigertes Wohlbefinden
  • Erhöhte Zugänglichkeit

Vorteile für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber

  • Erhöhung der Produktivität
  • Steigerung der Wirtschaftlichkeit
  • Senkung der Kosten für Schulung und Betreuung

Vorteile für Produktanbieter

  • Produkt wird von den Benutzenden akzeptiert
  • Für attraktiv gestaltete Produkte sind Konsumentinnen und Konsumenten bereit einen höheren Betrag zu bezahlen
  • Abgrenzung zum Wettbewerb durch Schärfung des Markenbildes

Wann starten Sie mit der Gestaltung von Lösungen, die konsequent die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Benutzerinnen und Benutzer erfüllen?

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    Microsoft Hololens 2

    Microsoft Hololens 2.

    Vom Prototyp zum Arbeitsgerät.

    Heute hatten wir die Möglichkeit, die Microsoft Hololens 2 eingehend zu testen. Paul Affentranger, afga. ag,  demonstrierte uns die neue Augmented-Reality-Brille und wir konnten uns in Ruhe ein Bild über die neuen Möglichkeiten machen.

    Daten dort visualisieren, wo sie entstehen.

    Nach den ersten Erfahrungen, die wir mit der Hololens 1 in Projekten sammeln konnten, waren wir sehr gespannt auf das Nachfolgemodell. Schon nach dem Einschalten der Hololens 2 stand für uns fest: Hololens 2 ist deutlich besser als das erste Modell. Die Brille sitzt bequem auf dem Kopf, ist schnell justiert, die Projektionen der Informationen und Daten sind hell, klar und liegen stabil, zitterfrei und exakt auf den realen Objekten.

    Zuverlässige Gestensteuerung

    Wer die erste Hololens 1 einmal auf dem Kopf hatte, erinnert sich an die umständliche und unzuverlässige Gestensteuerung. Die Hololens 2 ist diesbezüglich deutlich verbessert worden: virtuelle Objekte lassen sich jetzt mit einer Hand oder mit zwei Händen greifen und intuitiv grösser oder kleiner ziehen. Mit dem Zeigefinger kann man auf Objekte zeigen, sie an sich heranziehen oder Schaltflächen auf Distanz aktivieren.

    Hololens 2 hat einen technischen Reifegrad erlangt, ab dem wir uns vorstellen können, dass die Brille in unseren Industrie-Projekte sinnvoll als Arbeitsgerät eingesetzt werden kann.

    hftm Höhere Fachschule Technik Mittelland

    User Experience Design – Online-Plattform – hftm Höhere Fachschule Technik Mittelland.

    Kompetent. Clever. Agil. Die führende Höhere Fachschule für Technik der Schweiz löst ihr Versprechen auch auf der neuen Onlineplattform ein.

    Die neue Online-Plattform der hftm Höhere Fachschule für Technik Mittelland berücksichtigt die Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen und führt sie mit einem intelligenten Zugangskonzept mit wenigen Klicks zum Ziel.

    Bedürfnisse der Nutzenden im Zentrum

    Die Konzeptionsphase der neuen Webplattform haben wir gemeinsam mit unserer Partnerfirma Previon gestartet. In Workshops und mittels Interviews mit Studierenden und Mitarbeitenden haben wir die Bedürfnisse ermittelt und diese mit der Strategie der hftm auf einen Nenner gebracht.  Auf der Basis dieser Informationen entstand das auf die Bedürfnisse der Nutzergruppen optimierte Design. Die klare Informationsarchitektur unterstützt die Nutzer*innen dabei, das vielfältige Bildungsangebot optimal zu erschliessen.

    Wir durften das spannende Projekt mit unserer Expertise in User Research, UX Strategie, UX Design und UI Design von Beginn weg unterstützen.