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Human Centered Design

Wissen – Human Centered Design

Brandpersona

Designsensor Infografik Brand Persona Markenpersoenlichkeit

Designmethode – Brand Persona

Die Brand Persona verkörpert das Markenversprechen

Designsensor Infografik Brand Persona Markenpersoenlichkeit

Die Brand Persona ist ein Sammlung von Persönlichkeitsmerkmalen, Einstellungen und Werten, die Ihre Marke regelmässig präsentiert, um eine Verbindung zu einem bestimmten Zielgruppensegment herzustellen.

Die Brand Persona kann eine fiktiven Person sein und wie die Nutzer Persona erstellt werden. Sie kann je nach Marke auch ein Maskottchen, ein Charakter oder eine (abstrakte) Idee sein.

Die Brand Persona bündelt die vier Ws: wer wir sind, was wir tun, wie wir handeln und wem wir dienen

Die Brand Persona verkörpert das Markenversprechen. Dieses fasst alle leistungsbezogenen Erwartungen, die bei den Kundinnen und Kunden und allen anderen Interessenvertreter in Zusammenhang mit der Marke geweckt werden, zusammen. Die Brand Persona (deutsch: Markenpersönlichkeit) bündelt die vier Ws: wer wir sind, was wir tun, wie wir handeln und wem wir dienen.

Vorgehen Brand Person erstellen

Beschreibe die Marke (oder das Produkterlebnis) als Person

Folgende Fragen helfen dir und deinem Team ein Bild von der Brand Persona zu erhalten.

  • Wie alt ist diese Person?
  • Hat die Person ein Geschlecht? Ist es ein Mann, eine Frau?
  • Wie lebt die Person?
  • Welchen Beruf hat sie?
  • Welche Art von Fahrzeug fährt sie?
  • Gehört die Person einem Verein oder politischen Partei an?
  • Wo verbringt sie die Ferien?

Welche fünf positiven Charaktereigenschaften beschreiben die Markenpersönlichkeit?

Hier ein Auswahl:

  • belastbar
  • durchsetzungsfähig
  • ehrlich
  • empathisch
  • fair
  • flexibel
  • geduldig
  • gewissenhaft
  • hilfsbereit
  • innovativ
  • kommunikativ
  • konfliktfähig
  • kreativ
  • leistungsbereit
  • lernbereit
  • loyal
  • mobil
  • motiviert
  • offen
  • optimistisch
  • organisiert
  • proaktiv
  • resilient / widerstandsfähig
  • selbstbewusst
  • selbstständig
  • sorgfältig
  • sozial
  • sportlich
  • stabil
  • teamfähig
  • unternehmerisch
  • verantwortungsbewusst
  • zuverlässig
  • zuversichtlich

Welche Werte treffen auf die Markenpersönlichkeit zu?

  • Freiheit
  • Vertrauen
  • Loyalität
  • Ehrlichkeit
  • Sicherheit
  • Toleranz
  • Glaubwürdigkeit
  • Neutralität
  • Objektivität
  • Weitsicht

Erstelle ein Moodboard

Ein Moodboard ist eine Collage und enthält Bilder, Texte (und Materialien) passend zur Marke. Das Moodboard visualisiert die Markenpersönlichkeit und hilft abstrakte Themen, wie Werte und Kultur, in erlebbare Erlebnisse und Produkte zu überführen.

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    Interaction Design

    designsensor infografik interaction design principles interaktionsdesign prinzipien

    Interaction Design – Interaktion zwischen Menschen, Dingen und Räumen

    Digitale Produkte und Services sollten sich wie ein hilfsbereiter Mensch verhalten

    designsensor infografik interaction design principles interaktionsdesign prinzipien

    Interaction Design ist die Gestaltung von Parametern, die eine Interaktion zwischen Menschen, Dingen und Räumen ermöglichen. Während bei statischen Medien mittels Form und Inhalt eine Botschaft übermittelt wird, kommt bei digitalen Produkten die Interaktion zwischen Mensch und Maschine hinzu. Damit diese Interaktion gelingt und das digitale Produkt das Denken und Handeln der Nutzenden optimal unterstützt, braucht es Interaction Design.

    Diese sechs Interaction Design Prinzipien verbessern die Mensch-Maschine-InteraktionPrinzip

    1: Kontext kennen

    Gutes Interaction Design ist dem jeweiligen Kontext angepasst. Das Bewusstsein, für wen und für welche Situation gestaltet wird, ist sehr wichtig. Es ist zum Beispiel ein grosser Unterschied, ob man für Anfänger oder Experten gestaltet. Als weiteres Beispiel spielt auch der Ort der Nutzung eine wichtige Rolle. Fragen, ob das Produkt sitzend im Büro oder stehend unterwegs genutzt wird, müssen geklärt sein.

    Prinzip 2: Konsistenz

    Interaktive Produkte werden intuitiv bedienbar und einfach erlernbar, wenn das Design konsistent ist. Bezogen auf Interaction Design bedeutet dies, dass sich das Produkt in einer bestimmten Situation immer gleich verhalten sollte. Zum Beispiel, dass auf einem Smartphone die Navigation immer auf dieselbe Art eingeblendet wird.

    Prinzip 3: Die Nutzenden führen

    Besonders bei komplexen Anwendungen ist es wichtig, dass die Nutzenden durch gutes Interaction Design immer wissen, wo sie sich befinden und wie sie weiter navigieren können. Elemente, über die Interaktionen ausgelöst werden können (z.B. Buttons), müssen so gestaltet werden, dass sie einen klaren Aufforderungs-Charakter haben. Es muss für die Nutzenden klar sein, welche Elemente klickbar sind und welche nicht.

    Prinzip 4: Informatives Feedback

    Damit die Interaktion zwischen Mensch und digitalem Produkt gelingt, muss das Produkt informatives und verständliches Feedback bieten. Technische Meldungen müssen so übersetzt werden, dass Nutzende ohne technische Kenntnisse wissen was zu tun ist.

    Prinzip 5: Fehler vermeiden

    Dieses Prinzip besagt, dass ein System so aufgebaut sein soll, dass technische Vorkehrungen zur Fehlervermeidung getroffen werden und Fehler unmittelbar selbst erkannt werden können. Dies beinhaltetet den Einbau von geeigneten Einschränkungen. Ein Formularfeld zur Eingabe der Telefonnummer sollte beispielsweise nur Zahlen als Eingabe ermöglichen.

    Prinzip 6: Erlernbarkeit

    Interaktive Produkte sollten so gestaltet sein, dass sie einfach erlernt werden können. Die Leistung und der Nutzen des Produkts muss für die Nutzenden sofort ersichtlich sein. Wenn Elemente, Verhaltensweisen und Stile im Produkt konsistent gestaltet sind, kann der Nutzende diese einmal lernen, und sich dann auf seine Ziele konzentrieren.

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      Millers UX Law

      Millers UX Law

      Warum 7 plus/minus 2 eine gute Wahl ist

      Millers ux law

      Das Millersche Gesetz besagt, dass sich eine Person im Durchschnitt nur 7 plus/minus 2 Objekte im Gedächtnis merken kann.

      Menschliche Kurzzeitgedächtnis

      Informationen lassen sich einfacher verarbeiten und memorieren, wenn diese in einer begrenzten Anzahl von Einheiten zusammengefasst werden. Bei der Interaktion mit digitalen Produkten ist das menschliche Kurzzeitgedächtnis sehr wichtig. Es speichert die Informationen, die die Nutzenden brauchen, um das Produkt (von der einfachen App bis zur komplexen Fachanwendung) zu bedienen. Wichtig ist, dass den Nutzenden so wenig wie möglich zugemutet wird und die kognitive Belastung auf eine Minimum reduziert wird.

      Zu viele Informationen überfordern

      Der Psychologe George Miller verfasste das Standardwerk «The Magical Number Seven, Plus or Minus Two: Some Limits on Our Capacity for Processing Information». Das Werk fasst seine Erkenntnisse zusammen, dass das menschliche Kurzzeitgedächtnis sich 7 plus/minus 2 (also maximal 9) Objekte merken kann. Die Anwendung von Millers Gesetz, bei der Gestaltung von digitalen Produkten, entlastet das Kurzzeitgedächtnis. Dies führt zu einem positiveren Nutzererlebnis bei der Interaktion mit Webseiten, Apps oder Softwareoberflächen.

      Als Faustregel ist 7 plus/minus 2 immer noch eine gute Anzahl Objekte, obwohl es heute differenziertere Forschungsergebnisse gibt, die besagen, dass es vor allem auf die Art der Informationen und den Kontext ankommt. Aus dem Designalltag: Eine App oder Webportal mit 5 bis 9 Menüeinträgen kann gut funktionieren. Ein Onlinedienst mit 5 bis 9 verschiedenen Preismodellen wäre aber definitiv nicht sinnvoll. In diesem Fall sind 3 Optionen die Regel und 5 die maximale Obergrenze.

      Das Millersche Gesetz im Designalltag anwenden

      Informationseinheiten (Chunks) bilden, um damit die kognitive Belastung zu reduzieren, ist ein eine effektive Methode im Design. Damit lassen sich grosse Mengen an Informationen in überschaubare Gruppen organisieren. Häufig wird dies zur Vereinfachung von Designs eingesetzt, um beispielsweise einen langen Text in übersichtlich Abschnitte zu unterteilen, oder um mehrstellige Zahlencodes einfacher in ein Formular einzutragen.

       

      Als Faustregel ist 7 plus/minus 2 immer noch eine gute Anzahl Objekte, obwohl es heute differenziertere Forschungsergebnisse gibt, die besagen, dass es vor allem auf die Art der Informationen und den Kontext ankommt. Aus dem Designalltag: Eine App oder Webportal mit 5 bis 9 Menüeinträgen kann gut funktionieren. Ein Onlinedienst mit 5 bis 9 verschiedenen Preismodellen wäre aber definitiv nicht sinnvoll. In diesem Fall sind 3 Optionen die Regel und 5 die maximale Obergrenze

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        Hicks UX Law

        Hicks UX Law

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        Warum Sie weniger Optionen schneller machen

        Hicks UX Law

        Das Hicksche Gesetz besagt, dass je grösser die Auswahl an Möglichkeiten ist, umso mehr Zeit und Anstrengung braucht ein Mensch, um eine Wahl zu treffen. Eine Nutzerin oder ein Nutzer braucht also mehr Zeit um eine Aufgabe zu lösen, wenn er oder sie aus mehreren Optionen auswählen muss. Machen Sie durch Reduktion von Optionen Ihre Nutzerinnen und Nutzer schneller und zufriedener.

        Nehmen Sie ihren Nutzenden Entscheide ab

        Die Anwendung des Hickschen Gesetzt im UX/UI-Design unterstützt ein positives Nutzererlebnis. Bei der Konzeption eines digitalen Produkts gilt es herauszufinden, welche Inhalte und Funktionen von den Nutzenden im jweiligen Kontext wirklich gewünscht werden. Anschliessend müssen die Nutzenden sicher zu ihrem Ziel geführt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Nutzenden auf ihrem Weg nicht abgelenkt werden und zu viele Entscheide fällen müssen. Denn:

        Zu viele Optionen sind verwirrend und eine Entscheidung zu treffen fällt uns Menschen schwerer, wenn viele Optionen zur Auswahl stehen.

        Besonders bei Kontroll-Systemen und Anlagesteuerungen, wenn die Reaktionszeit kritisch sein kann und schnelle Entscheide gefällt werden müssen, ist es wichtig, die Benutzenden nicht mit unnötigen Entscheidungen zu belasten. Aber auch bei alltäglichen Produkten ist es hilfreich, die Optionen auf dem User Interface zu reduzieren und auf alles zu verzichten, was die Nutzenden vor unnötige Entscheide stellt.

        Schaffe Sie Ordnung mit Kategorien

        Praktisch alle Website-Navigationen funktionieren nach dem Hickschen Gesetzt. Die Navigation strukturiert und gruppiert zusammengehörende Inhalte in übergeordnete Menüpunkte. Erst beim Anklicken oder Taben erscheinen die weiteren Inhalte. Eine gute Informationsarchitektur und eine passende Navigation helfen auch bei einem umfangreichen Umfang (z.B. Galaxus, Booking) schnell und möglichst direkt die für die jeweiligen Nutzenden relevanten Inhalte zu finden.

        So wenden Sie es an

        Analysieren Sie ihre Nutzerinnen und Nutzer und deren Bedürfnisse. Definieren sie die Inhalte und Funktionen, die sie brauchen um ihre Aufgaben zu erledigen ( Designmethode «Jobs to be done»). Reduzieren Sie die Optionen, um Nutzende nicht zu überfordern. Schaffen Sie Ordnung mit verschiedenen Kategorien und Zugängen. Die Designmethode Card Sorting ist eine hilfreiches Werkzeug, um herauszufinden, welche Kategorien für die Nutzenden sinnvoll sind und wie diese Kategorien benannt werden sollen. Probieren Sie es aus.

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          10 Gesetze der Einfachheit

          Gesetzte der Einfachheit John Maeda

          Die 10 Gesetze der Einfachheit nach John Maeda

          Einfach ist schwer – sehr schwer sogar.

          Gesetzte der Einfachheit John Maeda

          Die Gesetze der Einfachheit dienen dazu, Produkte und Lösungen so zu gestalten, dass diese für die Nutzenden einfacher zu verstehen und zu benutzen sind und mehr Freude bereiten. Ein kurzer Leitfaden für Designerinnen und Nicht-Designer.

          John Maeda propagiert in seinem kleinen Buch das Prinzip «Simplicity» – «Einfachheit» als Grundprinzip des Lebens, wobei für ihn Reduktion, Zeiteffizienz und Funktionalität zentrale Merkmale sind. Dieses Prinzip lässt sich auf viele Lebensbereiche und Aufgabenstellungen anwenden. Maedas zehn Gesetze können uns dabei helfen, komplexe Sachverhalte einfacher erscheinen zu lassen, wodurch allmählich ein Gefühl von Sicherheit, Kontrolle und Durchschaubarkeit entsteht. Eine solche emotional positiv gefärbte Stimmung baut Ängste und Hemmungen beim Nutzen von Produkten ab und schafft eine zustimmende Haltung.

          Das 1. Gesetz

          Reduktion. Die einfachste Weise, Einfachheit zu erzielen, ist durch wohlüberlegte Reduktion.

          Am einfachsten erreicht man Einfachheit durch bewusstes Weglassen oder durch Verbergen. Die Entfernung von Funktionalitäten macht beispielsweise die Bedienung eines Produktes wie etwa eines DVD-Players viel einfacher, doch gleichzeitig schränkt dies auch die Verwendungsmöglichkeit ein. So gilt es einen Mittelweg zu finden, der möglichst die Bedienbarkeit vereinfacht und dennoch eine möglichst hohe Funktionalität erlaubt.

           

          Das 2. Gesetz

          Organisieren. Aufräumen lässt eine Vielzahl geringer erscheinen.

          Durch Strukturieren von komplexen Systemen erscheinen diese einfacher. Ein System aus vielen Teilen erscheint einfacher, wenn die Teile in sinnvolle Kategorien aufgeteilt sind. Das Zuordnen von Funktionen zu Kategorien erleichtert den Zugriff auf eine ansonsten unübersehbare Vielzahl von einzelnen Funktionen. Im Laufe der Sortierung entstehen jedoch auch oft Probleme:

          • Was gehört zu welcher Kategorie?
          • Wann soll etwas unter einer Rubrik versteckt werden und was muss unbedingt sichtbar bleiben?
          • Lassen sich Funktionen auch mehreren Kategorien zuordnen?

           

          Das 3. Gesetz

          Zeit. Zeitersparnis empfinden wir als Vereinfachung.

          Sinnvoller Umgang mit der Zeit und das Gefühl, die Zeit gut auszunutzen erzeugen positive Gefühle. Das Gefühl, Zeit zu sparen, erzeugt positive Emotionen. Wenn beispielsweise ein Computer lange braucht, bis er startbereit ist, wenn eine Website lange benötigt, bis sie geladen ist, dann wird Warten als unangenehm empfunden. Ist ein Computer dagegen sofort betriebsbereit oder öffnet sich eine App unmittelbar nach den Starten, dann wird dies als einfach empfunden.

           

          Das 4. Gesetz

          Lernen. Wissen macht alles einfacher.

          Je mehr man bereits weiss, desto leichter ist es, Neues hinzuzulernen. Je grösser das Vorwissen, desto einfacher erscheinen die Dinge. Wir alle kennen diese Aussagen wie «Lass es uns doch erst mal ausprobieren» oder «Wozu die Zeit verschwenden, um die Gebrauchsanweisung zu lesen?» Doch die Handhabung eines komplexen technischen Gerätes durch Ausprobieren zu erlernen verschlingt oft mehr Zeit, als vorher die Anleitung oder Gebrauchsanweisung zu lesen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, bekannte Bedienmuster bewusst einzusetzen oder in der Anwendung zu wiederholen, so dass das Gelernte mehrfach verwendet werden kann.

           

          Das 5. Gesetz

          Gegensätze. Einfachheit und Komplexität bedingen einander.

          Umso mehr alles um uns herum komplexer wird, umso mehr sticht das Einfache hervor. Und weil Technologie und digitale Produkte ständig an Komplexität gewinnen, ergibt sich ein ökonomischer Vorteil für die Übernahme der Strategie der Einfachheit, die ein Produkt von anderen absetzt und positioniert.

           

          Das 6. Gesetz

          Kontext. Das Umfeld von Einfachheit ist zweifellos nicht unbedeutend.

          Die blosse Fokussierung auf einen Gegenstand hilft weniger zu dessen Verständnis, als die Miteinbeziehung des Hintergrundes und Umfelds, in dem sich dieser Gegenstand befindet. Eine zu starke Fokussierung auf das blosse Produkt als Objekt im Designprozess lässt das Wichtige ausser Acht.

           

          Das 7. Gesetz

          Emotion. Mehr Emotionen sind besser als weniger Emotionen.

          Auch wenn es dem ersten Gesetz scheinbar widerspricht, so sind manchmal «ornamentale» und «üppigere» Design- und Informations-Elemente notwendig, um Emotionen mit ins Spiel zu bringen. Eine zu reduzierte Form kann eine Funktion, Anwendung oder Produkt als billig, ungestaltet oder sogar hässlich erscheinen lassen.

           

          Das 8. Gesetz

          Vertrauen. Wir vertrauen der Einfachheit.

          Ein System oder Produkt, welches schon weiss, was es zu tun hat, bevor oder wenn sich ein spezifischer Nutzer sich ihm zuwendet, erscheint diesem Nutzer als besonders einfach. Es kann aber auch das Gefühl der Bevormundung eintreten. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass wir einem System vertrauen.

           

          Das 9. Gesetz

          Fehlschläge. Manche Dinge können nicht einfach gemacht werden.

          Kann ich etwa eine Anleitung nicht mehr vernünftig lesen, weil ich zu viele Akronyme und Kürzel verwendet habe, so gilt es, die Vereinfachung rückgängig zu machen. Auch wenn ich ein Interface so vereinfacht habe, dass ich alle Rubriken anklicken muss, um zu sehen, welche Funktionen sich darunter verstecken, ist das für die Benutzung nicht ideal.

          Im 10. und letzten Gesetz fasst Maeda die Gesetze 1 bis 9 zusammen und definiert drei Schlüssel zur Einfachheit: away, open, power

           

          Das 10. Gesetz

          Das Eine. Einfachheit entsteht durch Fortlassen des Offensichtlichen und dem Hinzufügen von Wichtigem und Bedeutungshaftem.

          Entfernt (away)

          Mehr sieht nach weniger aus, wenn dies weit entfernt wird. Am Beispiel Google wird hier der Paradigmenwechsel hin zur Implementierung von Software als Service angeführt.

          Offen (open)

          Offenheit vereinfacht Komplexität. Dieses Prinzip verdeutlicht Maeda am Beispiel Linux (Open Source) und andererseits in offenen Schnittstellen (beispielsweise Amazon-API).

          Energie (power)

          Verwende weniger, erreiche mehr.

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            Accessibility für barrierefreie Produkte

            accessibility

            Accessibility für barrierefreie Produkte

            Digitale Produkte, die nach Accessibility-Richtlinien gestaltet und realisiert sind, bieten allen Menschen einen leichteren und bequemeren Zugang

            accessibility

            Accessibility beschreibt die Leichtigkeit (Bequemlichkeit), die Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen bei der Interaktion mit einem digitalen Produkt erleben. Usability beschreibt die generelle Leichtigkeit (Bequemlichkeit) bei der Interaktion mit einem digitalen Produkt, während User Experience die übergeordnete Zufriedenheit der Nutzenden im Fokus hat.

            Was ist Accessibility?

            Wie kann eine Website, ein Automat oder ein Informationssystem für alle Menschen, auch für solche mit Behinderungen oder Einschränkungen, zugänglich sein? Wie kann das digitale Produkt auch ohne Maus-Steuerung bedient werden? Wie müssen Informationen aufbereitet sein, damit diese auch von Menschen mit Leseschwäche verstanden werden? Aber auch umwelt- und situationsbedingte Einschränkungen wie zum Beispiel schwierige Lichtverhältnisse, kleine Monitore oder komplizierte Prozesse können Menschen ausschliessen. Das alles sind Themen mit denen sich das Fachgebiet Accessibility auseinandersetzt. Dabei steht das Prinzip der Gleichstellung aller Menschen im Zentrum.

            Gleichstellung aller Menschen

            Bei Accessibility geht es nicht um Kompromisse bei der Gestaltung, damit Menschen mit Behinderungen das digitale Produkt auch nutzen können. Vielmehr geht es darum, dass Accessibility-Richtlinien bei der Gestaltung und Realisierung helfen, digitale Produkte zu entwickeln, die von allen Menschen leichter verstanden und einfacher bedient werden können. Um ein barrierefreies Produkt zu entwickeln müssen weder grosse Abstriche bei der visuellen Gestaltung gemacht werden noch fallen riesige Summen für Extra-Aufwand an. Wichtig ist, dass die Accessibility-Leitlinien und Prinzipien von Anfang an in den menschenzentrierten Design-Prozess integriert werden und im Bewusstsein aller Projektbeteiligten (Stakeholder) verankert sind.

            Bei Accessibility geht es nicht um Kompromisse bei der Gestaltung, damit Menschen mit Behinderungen das digitale Produkt auch nutzen können

            Accessibility ist auf alle Aspekte von Einschränkungen anzuwenden

            Bereits die in der Umgangssprache als Behinderungen bezeichneten Einschränkungen umfassen viele unterschiedliche Kategorien:

            • Sensorische Einschränkungen: visuelle, auditive, taktile, haptische
            • Motorische Einschränkungen: (Fein-)Motorik, Mobilität
            • Kognitive Einschränkungen

            Aber auch umwelt- und situationsbedingte Einschränkungen können Menschen von der erfolgreichen Teilnahme an der Informationsgesellschaft ausschliessen:

            • Kleine Bildschirme
            • Ungünstige Lichtverhältnisse
            • Unnötig komplizierte Prozesse
            • Unverständliche Sprache

            Leitlinien für barrierefreie Gestaltung

            Zwei-Sinne-Prinzip

            Das digitale Produkt darf nicht nur visuelle erschliessbar sein. Gestalte immer nach dem Zwei-Sinne-Prinzip. Alle Informationen können mit Hilfsmitteln (z.B. Screenreader) über zwei Sinne wahrgenommen werden.

            Universelles Design

            Es gibt nur eine Lösung, die für alle bedienbar sein muss. Stelle sicher, dass das digitale Produkt auch mit der Tastatur bedienbar ist. Der Fokus muss immer sichtbar sein.

            Selbstbestimmung

            Das Design soll möglichst wenig fix vorgeben. Gestalte das Design flexibel. Im Minimum kann die Schriftgrösse den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.

            Accessibility-Checkliste

            Wahrnehmbarkeit

            «Die Informationen und Komponenten der Benutzerschnittstelle sind so darzustellen, dass sie von den Nutzerinnen und Nutzern wahrgenommen werden können.»

            • Gibt es für Bilder, Grafiken, Videos und Animationen gute Textalternativen?
            • Ist die Schrift gut lesbar?
            • Können Nutzer die Schriftgrösse verändern?
            • Sind Links gut erkennbar?
            • Ist der Kontrast zwischen den einzelnen Elemente gross genug?
            • Ist das User Interface räumlich klar definiert?
            • Gibt es 3+-2 Einträge pro Menü?
            • Wird auf unnötige und störende Element verzichtet?
            • Sind Audio‐ und Videodateien mit Untertitel versehen?
            • Gibt es für zeitbasierte Medien Alternativen?
            • Werden Bewegung und Animation so eingesetzt, dass sie keine Anfälle auslösen?
            Bedienbarkeit

            «Die Komponenten der Benutzerschnittstelle und die Navigation müssen bedient werden können.»

            • Ist das digitale Produkt auch mit der Tastatur bedienbar?
            • Ist die Navigation auf allen Seiten konsistent?
            • Ist die Benutzerführung leicht und verständlich?
            • Gibt es eine Zurück-Funktion?
            • Werde Orientierungshilfen angeboten?
            • Helfen Piktogramme bei der Orientierung?
            • Wird auf Captchas verzichtet?
            • Haben die Benutzer genügend Zeit, um Inhalte zu lesen und zu benutzen?
            • Ist das digitale Produkt für die Benutzer vorhersehbar?
            • Wird die Affordance (Aufforderungscharakter) des Produktes erfüllt und ist die Bedienung intuitiv?
            Verständlichkeit

            «Die Informationen und die Bedienung der Benutzerschnittstelle müssen verständlich sein.»

            • Sind Texte einfach und ohne Fremdwörter geschrieben?
            • Unterstützen Illustrationen und Bilder den Inhalt?
            • Werden bewährte und allgemein verständliche Zeichen verwendet?
            • Ist der Fokus immer sichtbar?
            • Sind Dialoge verständlich und hilfreich?
            • Unterstützen Fehlermeldung beim Erlernen des Produkts?
            • Sind Links und Button-Texte eindeutig? (nicht «Mehr» oder «Weiter»)
            • Gibt es Hilfestellungen?
            Robustheit

            «Inhalte müssen so robust sein, dass sie von möglichst allen Benutzeragenten, einschliesslich assistiver Technologien, zuverlässig interpretiert werden können.»

            • Ist das System Fehlertolerant?
            • Ist das digitale Produkt maximal kompatibel mit Browsern und Hilfsmitteln?

            Links zum Thema Accessibility

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              User Experience Design für positive Nutzererlebnisse

              UX pyramide

              User Experience Design für positive Nutzererlebnisse

              Die User Experience ist ein zentraler Erfolgsfaktor für attraktive Produkte und Services

              UX pyramide

              Menschen erleben ein positives Nutzererlebnis (User Experience), wenn ihre Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen werden. Wie kann Design das Nutzererlebnis positiv beeinflussen?

              Ganzheitliches Erlebnis

              Die Din-Norm ISO 9241-210 definiert User Experience (kurz: UX, dt.: Nutzererlebnis) mit «Wahrnehmungen und Reaktionen einer Person, die aus der tatsächlichen und/oder der erwarteten Benutzung eines Produkts, eines Systems oder einer Dienstleistung resultieren» und ergänzt «User Experience umfasst sämtliche Emotionen, Vorstellungen, Vorlieben, Wahrnehmungen, physiologischen und psychologischen Reaktionen, Verhaltensweisen und Leistungen, die sich vor, während und nach der Nutzung ergeben.»

              Beim Thema User Experience geht es um ein ganzheitliches Erlebnis beim Interagieren mit einem Produkt oder System und den damit verbundenen Emotionen.

              Positive Emotionen

              Damit ein Produkt erfolgreich wird, muss dieses beim Benutzer (Kunden) positive Emotionen auslösen. Zentraler Kern dafür ist die Usability (dt.: Gebrauchstauglichkeit). Zentrale Frage hier: Ist das Produkt einfach bedienbar? Die Usability bestimmt wie effektiv, effizient und zufriedenstellend ein bestimmter Benutzer seine konkreten Ziele mit dem Produkt erreicht. Wenn dieser dank dem Produkt seine Ziele einfach und angenehm erreicht, entstehen positive Erfahrungen. Soll das Produkt aber mehr als nur nützlich und angenehm sein und die Spitze der UX-Pyramide erklimmen, muss das Erlebnis für den Benutzer bedeutungsvoll sein.

              Machen Sie kurz Pause. Ein Gedankenspiel:

              • Welche Apps haben es auf den ersten Homescreen geschafft? Warum?
              • Welche davon sind für Sie mehr als nur nützlich?
              • Was machen dieses Produkt besonders gut?

              Erfolgserlebnisse und Glücksgefühle

              Wie kann die Chance erhöht werden, dass Benutzende ein Produkt als vergnüglich oder bedeutsam erleben? Um sich im harten Wettbewerb abzugrenzen, werden häufig einfach immer mehr und neue Funktionen in das Produkt gestopft. Bei diesem Vorgehen liegt der Fokus bei der Produktentwicklung auf den Funktionen, egal ob diese das Produkt für die Menschen bedeutsamer machen oder nicht.

              Damit Produkte für Menschen und ihre Nutzungsanforderungen entstehen, müssen die Benutzer von Anfang an in die Produktentwicklung integriert werden, egal ob agil oder klassisch entwickelt wird. Die Human Centered Design Methode lässt sich in beide Vorgehensweisen integrieren. Während dem menschenzentrierten Entwicklungsprozess sind Themen wie Accessibility (deutsch: Zugänglichkeit), Utility (Nützlichkeit) aber auch Ästhetik und die Erfüllung des Markenversprechens von grosser Bedeutung.

              UX-Checkliste

              Kurze Checkliste, um die positive Wirkung der UX- Massnahmen zu überprüfen. Beantworten Sie die folgenden Fragen. Sie kennen die Antworten nicht? Fragen Sie Ihre Nutzerinnen und Nutzer.

              Utility

              Wie hoch ist der subjektive Nutzwert der Inhalte und Funktionen für die jeweilige Zielgruppe?

              Accessibility

              Wie gut ist die Zugänglichkeit und Kompatibilität?
              Wie empfinden Nutzer die Performance und Ladezeiten?
              Eignet sich das Angebot für das verwendete Endgerät?

              Usability

              Wie effektiv, effizient und somit zufriedenstellend kann ein Nutzer sein Ziel mit dem Produkt oder Service erreichen?

              Ästhetik

              Wie ansprechend ist die Optik für die Nutzer?

              Markenversprechen

              Wie gut erfüllt das Angebot das Markenversprechen und damit die Erwartungen der Nutzer?

              Menschen erleben Glücksgefühle, wenn sie Erfolgserlebnisse haben. Wie kann das neue Produkt immer wieder kleine Glücksgefühle auslösen?

              Praxistipp

              Es ist hilfreich, wenn sich das ganze Entwicklungsteam immer wieder in Erinnerung ruft, dass Benutzer Menschen sind – und Menschen erleben Glücksgefühle, wenn sie Erfolgserlebnisse haben. Wie kann das neue Produkt immer wieder kleine Glücksgefühle auslösen? Positive Erlebnisse motivieren Menschen, das Produkt mit Freude zu nutzen und aktiv weiterzuempfehlen. Und das ist die Basis für ein erfolgreiches Produkt. Wie ermöglichen Ihre Produkte oder Services den Nutzerinnen und Nutzern Erfolgserlebnisse?

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                Usability für benutzerfreundliche Produkte

                User Experience Usability

                Usability für benutzerfreundliche Produkte

                Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend erreichen

                User Experience Usability

                Die Usability eines Produkts ist das Ausmass, in dem es von einem bestimmten Benutzer verwendet werden kann, um bestimmte Ziele in einem bestimmten Kontext effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen (ISO 9241-210).

                Was ist usability (dt: Gebrauchstauglichkeit, Brauchbarkeit, Benutzbarkeit oder auch «Benutzerfreundlichkeit»)?

                Beim Thema Usability geht es um einen bestimmten Benutzer. Das bedeutet, dass die Usability nicht ohne weiteres auf andere Benutzer übertragen werden kann. Weiter geht es um klar definierte Ziele, die ein Benutzer in einem bestimmten Kontext erreichen will.

                Dabei ist die Effektivität ein wesentlicher Bestandteil. Der Nutzer soll mit dem Produkt die gesetzten Ziele genau und vollständig erfüllen. Bei der Zielerreichung spielt dann auch die Effizienz eine wichtige Rollen. Wieviel Aufwand (zeitlich, finanziell, materiell und mental) braucht der Nutzer und das bestimmte Ziel zu erreichen.

                Schlussendlich ist die Zufriedenheit des Nutzers relevant. Diese wird mit der Freiheit von Beeinträchtigung und positiver Grundeinstellung zur Nutzung des digitalen Produktes gemessen.

                Wie kann die Usability bestimmt werden?

                Folgende Ergebnisse und Definitionen aus früheren Arbeitsschritten sind notwendig, um die Usability zu testen:

                • Definition der Nutzergruppen (Personas) und die Zielsetzung der Interaktion
                • Beschreibung der Aufgaben (d.h. der Handlungen, die auszuführen sind, um ein Ziel zu erreichen)
                • Beschreibung der Umgebung (alle relevanten Eigenschaften der physikalischen und sozialen Umwelt)
                • Konkrete Usability Messgrössen, die sich auf Effizienz, Effektivität und Zufriedenheit beziehen (z.B. benötigte Zeit, Fehlerraten, Fragebögen, etc.)

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                  Human Centered Design für digitale Produkte

                  Human Centered Design HCD

                  Human Centered Design für digitale Produkte und interaktive Systeme

                  Warum digitale Produkte dank Human Centered Design benutzerfreundlicher werden

                  Human Centered Design HCD

                  Ein digitales Produkt oder interaktives System, das die Anforderungen und Bedürfnisse der Menschen erfüllt, bietet wesentliche ökonomische und soziale Vorteile – sowohl für die Benutzenden wie auch für Arbeitgeber und Anbieter. Erhöhung der Produktivität, Steigerung der Wirtschaftlichkeit und zufriedenen Kunden. Tönt das gut? Das zu erreichen ist keine Zauberei, sondern ein Teil von konsequentem Human Centered Design.

                  Was ist Human Centered Design?

                  Human Centered Design ist ein Designansatz und eine Gestaltungshaltung, um attraktive digitale Produkte und interaktive Systeme zu gestalten und entwickeln. Die menschenzentrierte Gestaltung stellt während des gesamten Designprozess die Menschen ins Zentrum. In der Praxis bedeutet dies, dass nicht nur zukünftige Benutzerinnen und Benutzer in den Entwicklungsprozess integriert werden, sondern auch alle relevanten Stakeholder wie z.B. Marketing, Vertrieb und Geschäftsleitung. Dadurch wird das Risiko minimiert, dass das Endprodukt nicht akzeptiert wird.

                  Das Grundprinzip von Human Centered Design ist, basierend auf Daten und Beobachtungen, die wahren Bedürfnisse der Menschen zu erkennen und daraus digitale Produkte oder interaktive Systeme zu entwickeln, die den Benutzenden helfen, ihre Aufgaben effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erledigen.

                  Normierter Prozess für tiefes Nutzerverständnis

                  Wie die Integration von Human Centered Design in bestehende Prozesse gelingt und was beachtet werden muss wird ausführlich in der Norm «Ergonomie der Mensch-System-Interaktion – Teil 210: Prozess zur Gestaltung gebrauchstauglicher interaktiver Systeme (ISO 9241-210:2010); Deutsche Fassung EN ISO 9241-210:2010» beschrieben.

                  Im menschenzentrierten Gestaltungs-Prozess werden vier miteinander verbundene Gestaltungs-Aktivitäten unterschieden. In der DIN 9241-210 Norm heissen die einzelnen Aktivitäten:

                  • Verstehen und Beschreiben des Nutzungskontexts
                  • Spezifizieren der Nutzungsanforderungen
                  • Entwerfen der Gestaltungslösungen
                  • Testen und Bewerten der Gestaltung

                  Oberflächlich betrachtet unterscheiden sich die menschenzentrierten Gestaltungsaktivitäten nicht markant von den allgemeinen Arbeitsphasen in der Gestaltung. Erst die detailliertere Auseinandersetzung zeigt den Mehrwert von Human Centered Design.

                  Die frühen Rückmeldungen der Benutzerinnen und Benutzer durch die Bewertung grober Prototypen ermöglichen ein tiefes Verständnis der Bedürfnisse und Anforderungen.

                  Diese laufenden Erkenntnisse helfen aus einem ersten Gestaltungskonzept ein digitales Produkt oder interaktives System zu entwickeln, das die Menschen gerne nutzen. Damit Human Centered Design in der Praxis funktioniert, gilt es, folgende Prinzipien zu beherzigen.

                  Prinzipien der menschenzentrierten Gestaltung

                  Diese Prinzipien bilden den Mindset für erfolgreiches Human Centered Design.

                  Human Centered Design

                  • ist emphatisch und basiert auf einem umfassenden Verständnis der Benutzenden, deren Arbeitsaufgaben und ihrem Arbeitsumfeld
                  • ist iterativ und bezieht während des gesamten Prozesses die Menschen mit ein
                  • ist kollaborativ und interdisziplinär, d.h. es sind fächerübergreifende Kenntnisse und Perspektiven vertreten
                  • ist experimentell und verfeinert die Gestaltungslösung fortlaufend auf Basis benutzerzentrierter Evaluierung und Rückmeldungen
                  • ist optimistisch und stärkt den Glauben, dass etwas positiv verändert werden kann, egal wie gross die Herausforderung, wie kurz die Zeit oder wie knapp das Budget ist

                  Die Implementierung von Human Centered Design in einer Organisation braucht Zeit und Menschen, die sich dem Thema aus vollster Überzeugung annehmen. Im Buch «Oops! Innovation ist kein Zufall» beschreibt Christina Taylor, wie die Swisscom Human Centered Design in der Organisation integriert hat.

                  Human Centered Design ist keine Modeerscheinung oder etwas, dass sich nur Konzerne leisten können, sondern ein Werkzeug zur Gestaltung relevanter und sinnstiftender Produkte und Services für Menschen. Hier eine nicht abschliessende Auflistung von Vorteilen, die sich aus der menschenzentrierten Gestaltung für unterschiedliche Anspruchsgruppen ergibt.

                  Die Vorteile der menschenzentrierten Gestaltung

                  Vorteile für Benutzerinnen und Benutzer

                  • Vermeidung von Stress
                  • Gesteigertes Wohlbefinden
                  • Erhöhte Zugänglichkeit

                  Vorteile für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber

                  • Erhöhung der Produktivität
                  • Steigerung der Wirtschaftlichkeit
                  • Senkung der Kosten für Schulung und Betreuung

                  Vorteile für Produktanbieter

                  • Produkt wird von den Benutzenden akzeptiert
                  • Für attraktiv gestaltete Produkte sind Konsumentinnen und Konsumenten bereit einen höheren Betrag zu bezahlen
                  • Abgrenzung zum Wettbewerb durch Schärfung des Markenbildes

                  Wann starten Sie mit der Gestaltung von Lösungen, die konsequent die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Benutzerinnen und Benutzer erfüllen?

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